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Der Larynxtubus (LT) ist ein Hilfsmittel zur Atemwegssicherung. Er stellt eine Alternative zur endotrachealen Intubation dar und wird vor allem eingesetzt, wenn letztere nicht gelingt, etwa im Rahmen der Reanimation, jedoch auch im Rahmen der schwierigen Atemwegssicherung in der Anästhesie. Aufbau und Funktion ähneln dem Combitubus. Beide werden wie auch die Larynxmaske blind eingeführt, der Larynxtubus kommt aufgrund seiner Bauweise nahezu immer in der Speiseröhre zu liegen. In Bezug auf Handhabung, Effektivität und Sicherheit ist er diesen Alternativen ebenbürtig. Larynxtubus ist ein Markenzeichen von VBM Medizintechnik, Sulz, Deutschland. Er wurde 1999 entwickelt.


Die Anwendung des Larynxtubus ist einfacher als die Durchführung einer endotrachealen Intubation. Der Larynxtubus wird ohne den Einsatz eines Laryngoskopes blind über den Mund des Patienten eingeführt, der Kopf ist dabei in Neutralstellung oder leicht überstreckt. Hilfreich ist es, die Cuffs vor Anlage noch einmal aktiv zu entlüften, da aufgrund des Produktionsverfahrens, insbesondere nach längerer Lagerung, etwas Restluft in den Cuffs enthalten sein kann. Es ist darauf zu achten, dass der Mund-Rachenraum frei von Fremdkörpern ist. Zudem sollte die Zunge mittels Esmarch-Handgriff oder via Schienung durch den Zeigefinger in Position gehalten werden um eine inkorrekte Positionierung des Larynxtubus durch die hinten im Rachen liegende Zunge zu vermeiden. Korrekt eingelegt kommt der Larynxtubus in der Speiseröhre zu liegen. Nach dem Blocken (Füllen der Cuffs) kann mit Hilfe eines Beatmungsbeutels oder -gerätes beatmet werden. Nach den Reanimationsleitlinien des European Resuscitation Council (ERC) von 2010 ist der Larynxtubus für Ungeübte das Mittel der Wahl zur Atemwegssicherung, da er im Gegensatz zur Maskenbeatmung eine durchgehende Kardiokompression ermöglicht, aber nicht das Risiko einer unerkannten Tubusfehllage (die bei Ungeübten zwischen 2,4 und 17 % betragen kann) beinhaltet.


An Nebenwirkungen und Komplikationen kommt eine Undichtigkeit des Tubus oder eine Atemwegsverlegung sowie Schädigungen der Schleimhaut des Rachenbereiches in Frage. Zudem ist selten eine Überblähung des Magens mit möglicher Ruptur der Speiseröhre beschrieben. Auch eine Aspiration von Magensekret in die Lunge kann nicht ausgeschlossen werden. Eine Verbesserung des Ursprungmodells ist der bereits oben angeführte LT-S, der den beiden letztgenannten Risiken vorbeugen soll.



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